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ONLINE REDAKTION / Mr. Honey


    Mr.Honey: Der Phoenix auf der Asche

    Für seine Lehre und seine StudentInnen ging Winfried Honig buchstäblich und barfuß durchs Feuer. Der Dozent der Fachhochschule Nürnberg ist seinen Studis besser bekannt unter seinem nickname "Mr. Honey". Nun macht er wieder von sich reden - die Quintessenz seiner Lehre stellt er Studis auf CD-ROM zur Verfügung.

    Eben dieser Mr. Honey demonstrierte gegen die Abschaffung des Wirtschaftsenglisch an Hochschulen, setzte sich für eine unabhängige Fachhochschule in Ansbach ein und lief, um seinen Unmut kundzutun, über glühende Kohlen, die eine Temperatur von ca. 1.200 Grad hatten. Dies in der Hoffnung, "daß dem Herrn Kultusminister der A... warm werde." Ungewöhnliche Methoden eines ungewöhnlichen Mannes, der wohl in jeder Beziehung seinesgleichen sucht.

      Außergewöhnlich von A bis Z

    So außergewöhnlich wie seine Aktionen ist auch sein Werdegang: 1927 wurde Mr. Honey in Augsburg geboren, und gehört somit einer Generation an, die das deutsche Wirtschaftswunder mit herbeiführte. Obgleich er kein Medizin- oder Pharmaziestudium hatte – schließlich wollte er mit 21 Jahren erst noch zur Universität gehen – machte er damals eine gewinnbringende medizinische Erfindung: einen aus der Schnapskartoffel hergestellten Hustensaft, den er patentieren ließ. Und genau dieses einfache Heilmittel sollte sein Leben grundlegend verändern: Der Saft gab Mr.Honey die finanzielle Freiheit, "verwegen auftreten zu können". Und somit den Background, "den Reformer benötigen, um gegen das Establishment anzutreten." Eine Chance, die er bereits während seines Studiums nutzte: Kurz vor seiner Abschlußprüfung ging Mr. Honey auf die Barrikaden und beschwerte sich über die "unbrauchbaren und nicht in die Praxis übertragbaren Theorien, die an der Hochschule gelehrt wurden". Das hatte zur Folge , daß er gar nicht erst zur Diplomprüfung antreten durfte. Daraufhin, den Saft und sein Exportunternehmen im Hinter- und, versprach der Revolutionär dem Rektor, daß er in England studieren, für fünf Jahre in der Wirtschaft arbeiten und anschließend nach Nürnberg zurückkommen werde, um den Sitz des Hochschulleiters einzunehmen.

      Revolutionäre Lehrinhalte

    In allen Punkten hielt Mr. Honey Wort. Er studierte in Cambridge und London und lehrte dort sogar bereits während seines Studiums. Er baute in Irland eine Firma auf und kam nach Nürnberg zurück, um die Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule mitzubegründen. Obgleich er keinen Abschluß einer deutschen Hochschule hatte, erhielt er den Sonderstatus, als Hauptamtlicher Dozent Wirtschaftsenglisch - was bislang weder in Cambridge, London oder Nürnberg gelehrt wurde - zu unterrichten und zu prüfen. Was er dann, trotz seiner ungewöhnlichen Maßnahmen, auch über 25 Jahre machte. Als Dozent sah er sich dennoch nie: "Ich bin rein zufällig ein paar Jahre älter als andere und habe vielleicht ein paar mehr Erfahrungen - obschon die anderen auch ihre eigenen Erfahrungen haben, von denen ich noch lernen kann." Eher als Student auf der Planstelle eines ordentlichen Professors, zu dem er nie berufen wurde. Zum Dekan, Rektor und Kultusminister wurde er während seiner Lehrzeit hingegen des öfteren gerufen.

      Praxisorientierte Lehrmethode

    Seine Lehrmethode war stets praxisorientiert. Die Grundlagen für seinen Unterricht und Mr. Honeys dictionary entstanden während seiner praktischen Tätigkeit in der Freien Wirtschaft: Mr. Honey stellte sich Wort für Wort ein eigenes Wörterbuch zusammen, das er in all den Jahren immer weiter ausbaute. Heute umfaßt das dictionary - das auf CD-ROM bei AUD!MAX zum Studentenpreis von 10 Mark erhältlich ist - mehr als 500.000 Einträge. Eben dieses Wörterbuch ist sein Lebenswerk: Ein Werk, das aus der Praxis kommt und für Praktiker ist. Auf dieses dictionary hat Mr. Honey seinen Unterricht aufgebaut. Bisher versucht er vergebens, seine Kollegen davon zu überzeugen, wenigstens in dieser Sache im Sinne der Studenten zusammenzuarbeiten. Würden schließlich alle Dozenten der verschiedenen Bereiche (Banken-/Versicherungswesen etc.) ihr jeweiliges Vokabular oder ihre Skripten auf einer CD-ROM zusammenfassen, so wäre dies vor allem eine entscheidende Entlastung des studentischen Geldbeutels. Der unkonventionelle Prof hat seine CD so aufgebaut, daß man das Vokabular nahezu spielerisch lernen kann! Im Vordergrund stand das Prinzip, bereits vorhandenes Wissen mit neuem zu koppeln. Daraus haben sich dann 4 Bücher entwickelt: für Erstsemester, für Viertsemester, Diplomanden sowie Manager und Übersetzer.

    Stets wehrt sich Mr. Honey gegen das Establishment. Sein großes Vorbild ist der amerikanische Er-finder Thomas Edison. Ganz gleich was Honey auch macht, Geld spielte für ihn nie die wesentliche Rolle. Wohl auch ein Grund dafür, daß er die ersten CDs an die Hochschulen in Nürnberg verschenkte. hms

     

    Für 10 Mark: Mr. Honey's geniale English-CD-ROM

    10 Mark - so günstig, weil...

    ... Mr. Honey sich immer auf die Seite der Studierenden stellt und nichts von der Skripte-Verkaufswut seiner Kollegen hält. Also stellt er die Quintessenz seiner Lehrjahre allen Studis zum Selbstkostenpreis zur Verfügung.

    Und so könnt ihr die CD-ROM bekommen:

    Einfach einen 10 Mark-Schein, Rückporto (2.20 Mark) und möglichst einen Adressaufkleber in ein Kuvert an: AUD!MAX Verlag - "Mr. Honey" - Am Gräslein 4 - 90402 Nürnberg

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